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Category: #Deutsch

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Are the Times a-Changin‘? Argumentieren mit Zeit und Wandel in der Geschichtswissenschaft

Gion Wallmeyer – Die moderne Geschichtswissenschaft beschäftigt sich bereits seit ihren Anfängen mit der Frage, wie historischer Wandel rekonstruiert werden kann. In der jüngeren Forschung wird Wandel vor allem mithilfe von Umbrüchen und Krisen konzeptualisiert, während Erzählungen der langen Dauer zunehmend in den Hintergrund treten. Der Beitrag befasst sich mit den konzeptuellen Grundlagen des Argumentierens mit Zeit und Wandel. Dabei wird ein begriffliches Instrumentarium entworfen, mit dessen Hilfe sich Wandel beschreiben und reflektieren lässt, ohne zwangsläufig Umbrüche voraussetzen zu müssen.

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Karl-Georg Faber 100. Die Theorie der Geschichtswissenschaft wieder gelesen

Dietmar Schenk – Am 21. Juli 1925, vor hundert Jahren, wurde Karl-Georg Faber geboren, dessen Theorie der Geschichtswissenschaft (1971, 5. Aufl. 1982) einen wichtigen Beitrag zur Entfaltung der geschichtstheoretischen Diskussion in Deutschland leistete. Faber starb 1982, im Alter von 57 Jahren viel zu früh. Die nachfolgende Skizze stellt Fabers geschichtstheoretischen Ansatz vor und ordnet ihn biografisch und wissenschaftsgeschichtlich ein.

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Das ‚Dazwischen‘ als ontologisches Problem in der Geschichtswissenschaft: Ein alternativer Vorschlag – out of the Box.

Lisa Regazzoni – Ontologische, zumeist implizite Vorstellungen prägen die historische Arbeit in mehrfacher Hinsicht. Eine davon betrifft das historische Material, mit dem wir Historiker*innen arbeiten. Dieses Material wird aus forschungspragmatischer Perspektive als ein Ensemble separater, gegenwärtiger Entitäten behandelt, die selektiert, aus ihren bestehenden Sinnbezügen mehr oder weniger entfremdet und durch Argumentation bzw. Darstellung neu verknüpft werden. Bereits die Aufwertung von Schriftstücken oder Bildern zu ‚Quellen‘ geht mit deren Fiktionalisierung als vermeintlichem Rohmaterial der Geschichte einher.
Beitrag in Deutsch Contributo in italiano

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Was haben Archive mit Geschichtstheorie zu tun?

Dietmar Schenk – Im Anschluss an die Debatten, die in den zurückliegenden Jahren um das „Archiv“ geführt wurden, befasst sich dieser Beitrag in Form einer Reflexion der Praxis mit den historischen Archiven, also mit Archiven, deren Bestände vorrangig als geschichtliche Quellen genutzt werden. Dabei knüpft er an Konzepte der Archivwissenschaft an und schlägt eine Brücke zur Geschichtstheorie vor.

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Randgänge in der Geschichtstheorie

Marcus Wystub – Das Schreiben ist voller Randgänge. Eine Randbemerkung, wie in der Abbildung zu sehen ist, gehört wohl für die meisten zum geschichtswissenschaftlichen Arbeiten (und damit zum Prozess des Lesens und Schreibens). Fast schon eine Nebensächlichkeit, ein solcher Randgang. Dies möchte ich als Anlass ergreifen, um über eine Parallelität zwischen Geschichtstheorie und Philosophie ins Schreiben zu kommen.

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Geschichtstheorie und Gesellschaftstheorie. Teil II: Die Gesellschaftstheorie Mediale Moderne

Volker Schürmann – Im vorliegenden zweiten Teil des Beitrags erfolgt eine Darlegung einer möglichen Gesellschaftstheorie, die einer historischen Betrachtung zugrunde liegt. Die Theorie der Medialen Moderne postuliert, dass die Menschenrechtserklärungen den entscheidenden Umbruch zur Moderne markieren, der den Status des Menschen als gleichwertige Person festschreibt. Eine solche Gesellschaftstheorie erweist sich als unabdingbar, um moderne historische und gesellschaftliche Entwicklungen kritisch zu reflektieren.

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Geschichtstheorie und Gesellschaftstheorie. Teil I: Warum (Geschichts-)Theorie eine Gesellschaftstheorie braucht

Volker Schürmann – Historische Analysen basieren auf vorausgehenden grundlegenden Annahmen, die vielfach jedoch unreflektiert bleiben. Im Kontext dieses ersten Teils des Beitrags wird auf philosophischer Ebene dargelegt, dass die Geschichtswissenschaft eine Gesellschaftstheorie benötigt, um sowohl wissenschaftlich konsistent zu bleiben als auch Positivismus zu vermeiden.

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Lehren aus der Geschichte? Gedächtnisbildungen und darin aufbewahrte unverwirklichte Möglichkeiten

May Jehle – Welche Bedeutung hat die Beschäftigung mit Geschichte für menschliche Gesellschaften? Skizzenhafte Annäherungen an unterschiedliche historische Sinnkonstruktionen verweisen auf deren politische Situiertheit, die ihren Niederschlag auch in gesellschaftlicher (Bildungs-)Praxis findet. Welches Potenzial könnte da die Suche nach dem möglichen Anderen in der Geschichte für die Frage nach der Gestaltbarkeit einer zukünftigen Gesellschaft haben?

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Schreiben im Nachklang

Marcus Wystub – Mit einem Nachklang kann, je nach Kontext, etwas leicht und immer Unterschiedliches assoziiert werden: etwas, das im Nachhinein eine Wirkung hat; etwas, das noch nicht ganz an einem Ende angelangt ist, aber doch nur in seinem (vorhersehbaren) Ende begriffen werden kann. So geht es auch in dem Issue ‚Schreiben im Nachklang‘ im Kern darum, geschichtstheoretischen Lese-, Schreib- und Denkprozessen, -gängen, -abläufen und -weisen einen Ort abseits ‚abgeschlossener‘ wissenschaftlicher Texte zu geben.