De la poussière, des grains, des plis. Matières, sens et affects face à l’archive psychiatrique
Romain Tiquet & Jessica Schüpbach – Ce texte est né d’une rencontre entre une historienne de la psychiatrie et un historien de l’Afrique.
Romain Tiquet & Jessica Schüpbach – Ce texte est né d’une rencontre entre une historienne de la psychiatrie et un historien de l’Afrique.
Dietmar Schenk – Am 21. Juli 1925, vor hundert Jahren, wurde Karl-Georg Faber geboren, dessen Theorie der Geschichtswissenschaft (1971, 5. Aufl. 1982) einen wichtigen Beitrag zur Entfaltung der geschichtstheoretischen Diskussion in Deutschland leistete. Faber starb 1982, im Alter von 57 Jahren viel zu früh. Die nachfolgende Skizze stellt Fabers geschichtstheoretischen Ansatz vor und ordnet ihn biografisch und wissenschaftsgeschichtlich ein.
Maja-Lisa Müller – Der Titel sagt es bereits: Dieses Buch handelt vom Verlust. Jörg van Norden vertritt in „Verlust der Vergangenheit. Historische Erkenntnis und Materialität zwischen Wiedererkennen und Befremden“ die These, dass der Zugang zur „Vergangenheit“ denjenigen, die sich damit befassen wollen, speziell Historiker*innen, verlustig geht. Dieser Zugang – und damit historische Erkenntnis an sich – ist nicht einfach so zu haben, sondern muss zunächst hergestellt werden.
Lisa Regazzoni – Verhelfen materielle Überreste zur historischen Erkenntnis? Dies ist lediglich der erste, eher unspektakuläre Teil der Frage, der Jörg van Norden in seinem Buch nachgeht (Jörg van Norden: Verlust der Vergangenheit. Historische Erkenntnis und Materialität zwischen Wiedererkennen und Befremden, Frankfurt a. M. 2022.) Viel faszinierender ist der zweite Teil, der daraus folgt…
Koselleck 100
Bodo Mrozek – Riechen, Schmecken, Hören, Fühlen, Sehen: Reinhart Kosellecks Anmerkungen zu einer Wahrnehmungsgeschichte stehen in enger Verbindung mit seiner Biographie. Welche Rolle spielen die Kriegserlebnisse des ehemaligen Wehrmachtssoldaten und Lagerhäftlings für seine Konzepte – und wie historisierte er seine eigenen Sinneseindrücke?
Koselleck 100
Manuel Orozco Pérez – Die Geschichte ist Lehrmeisterin des Lebens. So lautet das ciceronische Diktum, das Reinhart Koselleck für seine geschichtstheoretischen Arbeiten wiederbelebt hat.
Tosca Roland – Mit seiner berühmten Erinnerung an Solferino sollte der Schweizer Philanthrop Henri Dunant im Jahr 1862 nicht nur den Anstoß zur Gründung der internationalen Rotkreuzbewegung geben. Er prägte zugleich eine geschlechtsspezifische Rollenverteilung im Kontext der humanitären (Kriegs-)Hilfe, die dem traditionellen Geschlechterbild des 19. Jahrhunderts entsprach. Von Humanitarismusforscher*innen wird diese Geschlechterordnung bis heute kaum thematisiert oder kritisch aufgearbeitet.
Laurens Schlicht – Die Vorstellung, dass wissenschaftlicher Fortschritt grundsätzlich etwas Positives sei, wurde durch die Art und Weise zweifelhaft, auf die nationalsozialistische Wissenschaftler:innen ihre Wissenschaft praktizierten. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde wissenschaftlicher Fortschritt wohl stärker als je zuvor in Frage gestellt: Wie hatte die deutsche Wissenschaft sich mit der nationalsozialistischen Barbarei gemein machen können?
Corentin Marion – Das Lexikon der Geschichtlichen Grundbegriffe, zwischen 1972 und 1997 herausgegeben von Reinhart Koselleck, Otto Brunner und Werner Conze, bildet zweifelsohne das Hauptwerk der klassischen Begriffsgeschichte. Obwohl sie den Einfluss der romanischen Sprachen aufs Deutsche berücksichtigten, blieben die Einträge weitestgehend auf den deutschen Sprachraum konzentriert.
Beitrag in Deutsch Article en Franςais
Koselleck 100
Marie-Claire Hoock-Demarle – Für Jochen Hoock, der Ende der 1960er bis Mitte der 1970er Jahre Assistent von Reinhart Koselleck in Heidelberg, dann in Bielefeld war, und für mich, damals Lektorin am romanischen Seminar, ist traduire Koselleck nie nur eine professionelle Arbeit gewesen, sondern ein Abenteuer zwischen zwei Sprachen, geteilt mit dem als Super(re)visor seiner eigenen Texte mitwirkenden Autor.