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Category: Geschichtstheorie ins Offene

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Wer gehört zur Geschichte? Historische Narrative und politische Zugehörigkeit in der Migrationsgesellschaft 

Anna Simader – Mitten im Geschichtsunterricht springt eine Schülerin auf und zeigt auf die Karte des Römischen Reiches. Ihr Finger landet auf Syrien. Bis zu diesem Moment hatte sie dem Unterricht kaum Aufmerksamkeit geschenkt. Nun ruft sie quer durch den Raum: „Syrien war auch dabei! Das ist meine Geschichte – nein, das ist unsere Geschichte!“ 

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#Historialisierung. Zur Notwendigkeit eines kritischen Begriffs

Leander Diener – Die Medizinsoziologie verfügt mit dem Begriff der „Medikalisierung“ nicht nur über einen Begriff für Medizin als Praxis, sondern für die historisch beschreibbare Ausdehnung medizinischer Deutungshoheit auf Lebensbereiche, die zuvor nicht als medizinisch galten, z.B. Geburt, Trauer, Alterung, Sexualität, abweichendes Verhalten, Sucht. Autoren wie Irving Zola, Ivan Illich oder Peter Conrad.

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Die Zeit der Dinge. Schuld, Schulden und Restitution

Rouven Symank – Als Annalena Baerbock am 18. Dezember 2022 vor ihrer Abreise nach Abuja die Rückgabe von zwanzig Benin-Bronzen ankündigte, beschrieb sie diesen Schritt als Teil der deutschen Aufarbeitung einer „dunklen Kolonialgeschichte“. Die materielle Rückgabe war hier offenkundig auch als symbolischer Akt der Reparatur inszeniert. Wer über Restitution spricht, spricht deshalb meist nicht nur über Dinge, sondern über die politischen Ordnungen der Vergangenheit und ihren Zusammenhang mit der Gegenwart.

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Sozial normierte Zeit: die begrenzte Zukunft einer Frau bürgerlichen Standes um 1800

Franziska Ludewig – Zeit normiert. Allein unser Alltag ist durchzogen von zeitlichen Vorgaben. Können aber auch umgekehrt Normen auf das soziale Zeitverständnis einwirken? Antwort versprechen mag darauf das historische Beispiel des Diskurses um die „weibliche Bestimmung“ und wie diese Norm die weiblichen Zeitkonzeptionen einhegte.

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Geschichtstheorie in die Lehre bringen? (Teil 2)

Andreas Frings, Jana Kristin Hoffmann, Philipp McLean, Heidrun Ochs – Im Rahmen eines Austauschs zwischen dem „Geschichtswissenschaftsdidaktik-Blog“ und „Geschichtstheorie am Werk“ wurde die Frage diskutiert, wie Geschichtstheorie in geschichtswissenschaftlichen Studiengängen thematisiert wird, was darunter zu verstehen ist und wie sie gelehrt werden kann. Der Beitrag erscheint auf beiden Blogs parallel.

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Geschichtstheorie in die Lehre bringen? (Teil 1)

Andreas Frings, Jana Kristin Hoffmann, Philipp McLean, Heidrun Ochs – Im Rahmen eines Austauschs zwischen dem „Geschichtswissenschaftsdidaktik-Blog“ und „Geschichtstheorie am Werk“ wurde die Frage diskutiert, wie Geschichtstheorie in geschichtswissenschaftlichen Studiengängen thematisiert wird, was darunter zu verstehen ist und wie sie gelehrt werden kann. Der Beitrag erscheint auf beiden Blogs parallel.

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Emotionen in der Forschungserfahrung: Von der Empathie zur „empathischen Differenz“

Clemens Wischermann – Empathie als methodologisches Problem der Beobachter in Forschersituationen ist schon lange ein Thema der Sozialwissenschaften. Aber in den Geschichtswissenschaften findet sich Empathie kaum einmal als Problem des fachspezifischen Umgangs mit Quellen und Daten.

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Are the Times a-Changin‘? Argumentieren mit Zeit und Wandel in der Geschichtswissenschaft

Gion Wallmeyer – Die moderne Geschichtswissenschaft beschäftigt sich bereits seit ihren Anfängen mit der Frage, wie historischer Wandel rekonstruiert werden kann. In der jüngeren Forschung wird Wandel vor allem mithilfe von Umbrüchen und Krisen konzeptualisiert, während Erzählungen der langen Dauer zunehmend in den Hintergrund treten. Der Beitrag befasst sich mit den konzeptuellen Grundlagen des Argumentierens mit Zeit und Wandel. Dabei wird ein begriffliches Instrumentarium entworfen, mit dessen Hilfe sich Wandel beschreiben und reflektieren lässt, ohne zwangsläufig Umbrüche voraussetzen zu müssen.

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Das ‚Dazwischen‘ als ontologisches Problem in der Geschichtswissenschaft: Ein alternativer Vorschlag – out of the Box.

Lisa Regazzoni – Ontologische, zumeist implizite Vorstellungen prägen die historische Arbeit in mehrfacher Hinsicht. Eine davon betrifft das historische Material, mit dem wir Historiker*innen arbeiten. Dieses Material wird aus forschungspragmatischer Perspektive als ein Ensemble separater, gegenwärtiger Entitäten behandelt, die selektiert, aus ihren bestehenden Sinnbezügen mehr oder weniger entfremdet und durch Argumentation bzw. Darstellung neu verknüpft werden. Bereits die Aufwertung von Schriftstücken oder Bildern zu ‚Quellen‘ geht mit deren Fiktionalisierung als vermeintlichem Rohmaterial der Geschichte einher.
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